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Wie man seine Landschildkröte füttert

  • Autorenbild: Reptiles-Planet
    Reptiles-Planet
  • 24. Juni
  • 4 Min. Lesezeit

Natürliche Ernährung von Landschildkröten: Was fressen sie im Frühling wirklich?


Mit dem Einzug des Frühlings kommen die Landschildkröten allmählich aus ihrer Winterruhe, der sogenannten Brumation. Nach mehreren Wochen, manchmal sogar Monaten der Verlangsamung, fährt ihr Organismus langsam wieder hoch: Die Aktivität nimmt zu, die Sonneneinstrahlung wird häufiger … und der Appetit kehrt nach und nach zurück.

Diese Phase ist entscheidend, da sie die Gesundheit der Schildkröte für die gesamte kommende Saison beeinflusst. Eine angepasste, natürliche und gut gesteuerte Ernährung ermöglicht es, den Organismus sanft wieder in Gang zu bringen und zahlreiche Probleme zu vermeiden.

Doch was fressen Landschildkröten, die im Freien leben, wirklich? Wie lässt sich diese natürliche Ernährung im Garten möglichst gut nachbilden? Und was tun, wenn natürliche Pflanzen rar werden? Hier ist ein umfassender Leitfaden, um ihre Bedürfnisse besser zu verstehen.


Le régime naturel des tortues terrestres



Man hört oft, dass Landschildkröten ein bisschen von allem fressen können, doch die Realität ist differenzierter. Die große Mehrheit der Arten, insbesondere mediterrane Landschildkröten, hat eine überwiegend pflanzliche Ernährung. Gelegentlich kann es vorkommen, dass sie eine kleine Beute wie eine Schnecke fressen, aber das bleibt selten.

In der Natur besteht ihre Nahrung hauptsächlich aus Wildpflanzen wie Löwenzahn, Wegerich oder Klee. Diese Pflanzen, die reich an Ballaststoffen und arm an Wasser sind, sind perfekt an ihr Verdauungssystem angepasst.

Diese natürliche Ernährung ist hervorragend ausgewogen: Sie ist eiweißarm, ballaststoffreich und liefert das notwendige Kalzium für die Festigkeit des Panzers.


Im Gegensatz dazu ist eine Ernährung, die auf handelsüblichem Gemüse oder Obst basiert, oft unausgewogen. Diese Nahrungsmittel sind zu reich an Wasser und Zucker und können langfristig Verdauungsstörungen, Wachstumsanomalien oder auch ein übermäßiges Wachstum verursachen.

Dieses natürliche Ernährungsregime so genau wie möglich einzuhalten, ist daher entscheidend, um die Gesundheit und das Wohlbefinden einer Landschildkröte zu gewährleisten.


Das Gehege vorbereiten


Ein Gehege schaffen, das natürlich ernährt

Eine der besten Möglichkeiten, eine Schildkröte richtig zu ernähren, besteht darin, ihr zu erlauben, sich selbst zu versorgen – so wie sie es in der Natur tun würde. Tatsächlich besteht die Ernährung von Landschildkröten zu über 90 % aus Pflanzen, hauptsächlich aus Wildpflanzen, die reich an Ballaststoffen, arm an Proteinen und sehr vielfältig sind, wie Löwenzahn, Wegerich, Klee, Malve, Ackerwinde, wilde Chicorée …

Indem man das Wachstum dieser Pflanzen im Gehege fördert, kommt man ihrer natürlichen Ernährung näher und regt gleichzeitig ihr Such- und Weideverhalten an.

Ideal ist es daher, den Bereich im Voraus vorzubereiten, noch bevor die Schildkröten erwachen: Aussaat geeigneter Pflanzen, abwechslungsreiche Zonen und verfügbare Vegetation direkt nach der Winterruhe.


Ein gut gestaltetes Gehege kann so zu einer echten Nahrungsquelle werden:


  • Lassen Sie bestimmte Wildpflanzen wachsen

  • Säen Sie für Schildkröten geeignete Mischungen

  • Vermeiden Sie zu „saubere“ oder vollständig unkrautfreie Bereiche

  • Schaffen Sie abwechslungsreiche Bereiche (trockene Zonen, leicht feuchte Zonen, schattige Zonen)


Eine frei grasende Schildkröte:


  • frisst ausgewogener

  • reguliert ihre Bedürfnisse auf natürliche Weise

  • zeigt ein aktiveres und natürlicheres Verhalten


In der Praxis ist es jedoch nicht immer einfach, das ganze Jahr über eine ausreichende Vegetation zu erhalten. Das Wetter, die Jahreszeit oder auch der Weidedruck können das Gehege schnell verarmen lassen.

In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, gezielt zu ergänzen: Samen separat keimen lassen, um die jungen Pflanzen anschließend umzupflanzen, oder gelegentlich Mischungen aus getrockneten oder gekeimten Pflanzen anbieten. Das Ziel bleibt immer dasselbe: sich so weit wie möglich an eine natürliche Ernährung anzunähern und sich gleichzeitig an die Gegebenheiten anzupassen.


Um ein natürliches Verhalten und eine gewisse Selbstversorgung zu fördern, wird empfohlen, mindestens 15 m² pro Schildkröte einzuplanen.


Sollte man Ergänzungen hinzufügen?


In einer reichhaltigen, gut bepflanzten und richtig der Sonne ausgesetzten Außenumgebung sind die Bedürfnisse der Schildkröten in der Regel natürlich gedeckt. Die Sonneneinstrahlung spielt nämlich eine wesentliche Rolle für ihren Stoffwechsel und ihr allgemeines Wohlbefinden.

Dennoch bleiben einige Ergänzungen sinnvoll:

  • Kalzium, unverzichtbar für die Festigkeit des Panzers (zum Beispiel Sepiaschale)

  • regelmäßige Sonneneinstrahlung, essenziell für die Synthese von Vitamin D3


Ohne ausreichende natürliche UV-Strahlung kann Kalzium nicht richtig aufgenommen werden.


In bestimmten Situationen (vorübergehende Haltung im Innenbereich, Rekonvaleszenz, empfindlichere Arten …) ist es unerlässlich, das Fehlen von Sonnenlicht durch eine geeignete UV-Beleuchtung auszugleichen, um Mangelerscheinungen zu vermeiden.


Ergänzungen sollten eine abwechslungsreiche Ernährung nicht ersetzen, sondern sie bei Bedarf unterstützen, insbesondere wenn die natürlichen Bedingungen nicht vollständig nachgebildet werden können (vor allem im Innenbereich).


Häufige Fehler, die vermieden werden sollten


Auch mit guten Absichten kann man manchmal zu viel tun … oder es nicht ganz richtig machen. Schildkröten haben einfache, aber sehr spezifische Bedürfnisse, und oft entfernt man sich gerade dann davon, wenn man es gut machen möchte.

Zum Beispiel werden Früchte häufig aus Freude gegeben, sind jedoch zu zuckerreich und stören ihre Verdauung. Ebenso ist eine Ernährung, die hauptsächlich auf handelsüblichem Gemüse basiert, nicht ideal: Diese sind oft zu wasserreich und enthalten nicht genügend Ballaststoffe.


Ein Mangel an Vielfalt ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. Eine Schildkröte sollte eine große Vielfalt an Pflanzen aufnehmen können, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Umgekehrt kann eine zu reichliche Ernährung zu einem zu schnellen Wachstum und gesundheitlichen Problemen führen.


Schließlich ist es nach dem Winter wichtig, ihren Rhythmus zu respektieren. Eine Schildkröte sollte nicht zum Fressen gezwungen werden: Ihr Organismus muss schrittweise wieder in Gang kommen.


Letztendlich ist eine gesunde Schildkröte keine „überfütterte“ Schildkröte, sondern eine, die sich in ihrem eigenen Tempo entwickelt, mit einer einfachen, abwechslungsreichen und möglichst natürlichen Ernährung.


Fazit


Im Frühling bedeutet eine gute Ernährung von Landschildkröten vor allem, sich ihrem natürlichen Lebensstil anzunähern. Ein gut durchdachtes, pflanzenreiches Gehege deckt oft den Großteil ihrer Bedürfnisse ab und respektiert gleichzeitig ihren natürlichen Rhythmus.


Wenn die Bedingungen weniger günstig sind, genügen einige Anpassungen – vorausgesetzt, das Ziel bleibt klar: eine einfache, abwechslungsreiche und angepasste Ernährung anzubieten.


Mehr als nur eine Frage der Nahrung ist es ein ganzheitlicher Ansatz, der es der Schildkröte ermöglicht zu grasen, zu erkunden und vollständig zu leben … so wie sie es in der Natur tun würde.




 
 
 

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